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Kaufmännisch · Modul 16

Angebote & Aufträge

Vom Aufmaß zum Angebot zum Auftrag — ohne den Umweg über Word.

Angebote & Aufträge in Kürze

Vom Aufmaß über das Angebot bis zum Auftrag bleibt alles in einem System — der Umweg über Word entfällt.

Flächen, Turnus, Stunden und Sätze kommen aus dem Objekt und nicht aus einer neuen Schätzung.

Der Tariflohn im Gebäudereiniger-Handwerk ist allgemeinverbindlich und steigt regelmäßig; wer seine Kalkulationsgrundlagen je Objekt hinterlegt hat, kann eine Preisanpassung belegen statt sie zu fordern.

Aus dem angenommenen Angebot wird der Auftrag, aus dem Auftrag die Grundlage für Plan und Rechnung.

Ein Maßband und ein Klemmbrett mit einem Aufmaßblatt liegen auf dem Boden eines leeren Bürogeschosses.
Vom Aufmaß bis zur Rechnung dieselben Zahlen
Das Problem

Woran es ohne dieses Modul hängt.

Das Angebot entsteht in Word, die Kalkulation daneben in Excel, und beide kennen einander nicht. Beim nächsten Objekt wird die letzte Datei kopiert und überschrieben.

Die Marge schrumpft dabei jedes Jahr von selbst: Der allgemeinverbindliche Tariflohn steigt, die Objektverträge laufen zum alten Preis weiter. Ohne hinterlegte Stunden und Sätze je Objekt lässt sich eine Anpassung nicht begründen — nur aus dem Bauch fordern.

So läuft es

Angebote & Aufträge im Betrieb.

  • AufmaßFlächen und Räume werden am Objekt erfasst und bleiben dort — als Raumbuch.
  • KalkulationStunden, Sätze und Zuschläge je Leistung. Die Grundlage, die später nachrechenbar ist.
  • AngebotDas Dokument entsteht aus diesen Zahlen, nicht aus einer kopierten Vorlage.
  • AbschlussDer Kundenvertrag wird digital unterschrieben und liegt beim Auftraggeber.
  • AuftragAus dem Angebot werden Turnus, Leistungsverzeichnis und Abrechnungsgrundlage.
  • NachtragSonderleistungen entstehen aus denselben Daten und gehen nicht in der Abrechnung unter.
Ein Fall zum Mitrechnen

Angebote & Aufträge an einem Beispiel.

  • Das AufmaßEin Bürogebäude mit 2.400 Quadratmetern: Flächen, Beläge und Raumarten werden aufgenommen und als Raumbuch hinterlegt.
  • Die KalkulationAus Fläche, Leistungswert und Turnus entstehen die Sollstunden. Der Stundensatz kommt aus den hinterlegten Sätzen, nicht aus einer Schätzung.
  • Das AngebotEs entsteht aus denselben Zahlen — ohne den Umweg über Word und ohne dass jemand Flächen ein zweites Mal abtippt.
  • Der AuftragAus dem angenommenen Angebot wird der Auftrag und daraus die Grundlage für Plan und Rechnung.
  • Zwei Jahre späterDer Tariflohn ist gestiegen. Weil die Kalkulationsgrundlagen am Objekt liegen, lässt sich die Preisanpassung belegen statt fordern.
Die Grenzen

Was dieses Modul nicht tut.

Das System setzt keine Leistungswerte für den Betrieb fest. Es rechnet mit den Werten, die hinterlegt sind — der belastbare Wert entsteht erst aus den eigenen erfassten Stunden vergleichbarer Objekte.

Es führt keine Tariftabellen. Die jeweils geltenden Stundensätze und ihre Änderungstermine gehören vor jeder Kalkulation nachgeschlagen und gepflegt.

Häufige Fragen

Was zu Angebote & Aufträge gefragt wird.

Woher kommen die Stunden im Angebot?

Aus Fläche, Leistungswert und Turnus des Objekts. Das ist der Unterschied zu einem Angebot aus dem Bauchgefühl: Es gibt später einen Sollwert, gegen den sich die tatsächlichen Stunden vergleichen lassen.

Lassen sich Nachträge abbilden?

Ja, als eigener Vorgang zum bestehenden Auftrag. Genau dort entsteht sonst der stille Leistungszuwachs, der über Jahre unbemerkt bleibt.

Hilft das bei einer Preisanpassung?

Es liefert die Grundlage: die ursprüngliche Kalkulation, die heutigen Flächen und die tatsächlich geleisteten Stunden. Ein Gespräch über Preise ohne diese drei Zahlen endet regelmäßig mit dem Hinweis, der Preis sei schließlich vereinbart worden.

Der nächste Schritt

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