ReinigungsDesk
Kaufmännisch · Modul 20

Kennzahlen-Cockpit

Welches Objekt trägt sich, welches nicht — monatlich statt am Jahresende.

Kennzahlen-Cockpit in Kürze

Das Cockpit stellt die kalkulierte Soll-Zeit der tatsächlich erfassten Ist-Zeit gegenüber — je Objekt. Sie sehen monatlich, welches Objekt sich trägt.

Kalkuliert wurden sechs Stunden, gebraucht werden acht: Das ist der klassische stille Verlust in der Reinigung, weil er in der Gesamtmarge untergeht.

Ein einziges falsch kalkuliertes Objekt kann den Gewinn von zwei gut kalkulierten aufzehren.

Die erfassten Stunden sind zugleich der Beleg für das Gespräch mit dem Auftraggeber — Sie verhandeln mit Zahlen statt mit einem Eindruck.

Grundlage sind die Zeiterfassung und die am Objekt hinterlegte Kalkulation; das Cockpit rechnet nichts, was nicht ohnehin erfasst wird.

Ein Laptop auf einem kleinen Bürotisch neben einer Kaffeetasse und einem Stapel Papierbelegen am frühen Abend.
Monatlich statt am Jahresende
Das Problem

Woran es ohne dieses Modul hängt.

Kalkuliert wurden sechs Stunden, gebraucht werden acht. Das fällt auf, wenn die Marge insgesamt schlecht aussieht — aber nie an einem einzelnen Objekt.

So bleibt der Verlust anonym: Sie wissen, dass das Jahr schlechter war, aber nicht, welches Objekt ihn verursacht hat. Nachverhandeln oder aussteigen können Sie nur bei dem Objekt, das Sie benennen können.

So läuft es

Kennzahlen-Cockpit im Betrieb.

  • SollDie kalkulierten Stunden stehen am Objekt — aus Aufmaß und Angebot.
  • IstDie gestempelten Zeiten stehen daneben, objektgenau statt betriebsweit.
  • AbweichungDie Differenz ist die Kennzahl. Monatlich, nicht am Jahresende.
  • MaterialVerbrauch aus dem Inventar schlägt auf dasselbe Objekt durch.
  • EntscheidungNachverhandeln oder aussteigen — mit den Stunden als Beleg für das Gespräch.
Ein Fall zum Mitrechnen

Kennzahlen-Cockpit an einem Beispiel.

  • Objekt AKalkuliert 62 Stunden im Monat, erfasst 61. Das Objekt läuft wie gerechnet.
  • Objekt BKalkuliert 48 Stunden, erfasst 64. Das sind 16 Stunden im Monat, die niemand in Rechnung stellt.
  • Der dritte MonatObjekt B liegt zum dritten Mal in Folge über dem Soll. Das ist kein Ausreißer mehr, sondern ein Kalkulationsproblem.
  • Die UrsacheDer Leistungsumfang ist über Jahre gewachsen, ohne dass der Festpreis nachgezogen wurde. Der häufigste Verlustfall im Objektgeschäft.
  • Die EntscheidungLeistungsumfang auf den Vertrag zurückführen, nachverhandeln, oder kündigen. Alle drei Wege setzen voraus, dass die Zahlen vorliegen.
Die Grenzen

Was dieses Modul nicht tut.

Das Cockpit rechnet nichts, was nicht ohnehin erfasst wird. Ohne Zeiterfassung mit Objektbezug und ohne hinterlegte Sollstunden bleibt es leer.

Es ersetzt die Auswertung des Steuerberaters nicht. Die zeigt das Ergebnis des Betriebs, das Cockpit das Ergebnis je Objekt — beide Zahlen beantworten verschiedene Fragen.

Es trifft keine Entscheidung. Ob ein Objekt nachverhandelt oder gekündigt wird, bleibt eine unternehmerische Frage.

Häufige Fragen

Was zu Kennzahlen-Cockpit gefragt wird.

Was brauche ich, damit das Cockpit etwas anzeigt?

Zwei Dinge: Zeiterfassung mit Objektbezug und eine am Objekt hinterlegte Kalkulation. Eine Stundenzahl ohne Objekt lässt sich keinem Vertrag zuordnen.

Was ist ein realistischer Sollwert?

Der Wert aus der Kalkulation, mit der das Angebot gerechnet wurde — Leistungsverzeichnis, Flächen, Turnus, Leistungswerte. Wenn diese Kalkulation nicht mehr auffindbar ist, ist das bereits das Ergebnis.

Wie oft sollte man hineinsehen?

Monatlich, und bei jeder Tariferhöhung zusätzlich. Ein Objekt, das drei Monate in Folge über dem Soll liegt, hat kein Ausreißerproblem.

Fließen Materialkosten mit ein?

Ja, sofern sie über das Inventar dem Objekt zugeordnet wurden. Ohne Zuordnung bleiben sie eine Summe, aus der sich nichts ableiten lässt.

Der nächste Schritt

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