Die Objektleitung ist die Rolle, die in wachsenden Betrieben zuerst gebraucht und zuletzt geschaffen wird. Solange der Inhaber jedes Objekt selbst kennt, fällt ihr Fehlen nicht auf.
Der Aufgabenzuschnitt
Üblich sind fünf Bereiche: Einweisung und Anleitung des Personals im Objekt, regelmäßige Qualitätskontrolle gegen das Leistungsverzeichnis, Versorgung mit Material und Geräten, Erstbearbeitung von Reklamationen und die Meldung von Abweichungen an das Büro — Leistungszuwachs, Flächenänderung, Zugangsprobleme.
Ab wann die Rolle nötig wird
Die Grenze liegt nicht bei einer Mitarbeiterzahl, sondern bei der Zahl der Objekte, die eine Person noch regelmäßig besuchen kann. Erfahrungsgemäß wird es ab etwa fünfzehn bis zwanzig Objekten eng, vor allem wenn sie räumlich verteilt liegen.
In der Ausschreibung
Öffentliche Auftraggeber verlangen häufig einen benannten Objektleiter mit Erreichbarkeitszeiten und Vertretungsregelung. Die Angabe ist verbindlich: Wer eine Person benennt und später eine andere schickt, weicht vom Angebot ab.
Was die Rolle braucht
Ein Objektleiter ohne Einblick in die erfassten Stunden und die dokumentierten Leistungen arbeitet im Blindflug. Er kann Qualität beurteilen, aber nicht, ob das Objekt sich trägt — und genau das ist die Frage, die ihm gestellt wird.


