Der Revierplan ist das Bindeglied zwischen dem, was vertraglich geschuldet ist, und dem, was vor Ort tatsächlich getan wird. In großen Objekten ist er selbstverständlich; in Betrieben mit zehn bis dreißig Mitarbeitern existiert er häufig nur im Kopf der Stammkraft.
Was darin steht
Die zugeordneten Räume oder Bereiche, die Tätigkeiten je Bereich, die Reihenfolge, die vorgesehene Zeit und die Besonderheiten — welcher Raum wird nur dienstags gereinigt, welcher Bereich ist ausgenommen, wo liegt der Schlüssel.
Warum er der Vertretung gehört
Der teuerste Moment im Reinigungsbetrieb ist nicht die Kündigung einer Stammkraft, sondern ihr erster Krankheitstag. Die Vertretung übernimmt ein Revier, das sie nicht kennt, und erbringt entweder zu wenig — das gibt eine Reklamation — oder zu viel, das kostet Stunden.
Ein hinterlegter Revierplan, den die Vertretung am Handy aufrufen kann, macht aus einer halben Stunde Telefonat eine Minute Lesezeit.
In der Sprache der Kraft
Ein Revierplan, den die Kraft nicht lesen kann, ist kein Plan, sondern ein Zettel. In einer Branche, in der mehrsprachige Teams der Regelfall sind, entscheidet die Übersetzung darüber, ob der Plan überhaupt wirkt.


