In Hotellerie und Ferienvermietung entscheidet nicht der Kalender, wann gereinigt wird, sondern die Buchung. Damit verschiebt sich das Planungsproblem: Es geht nicht darum, einen Plan zu erstellen, sondern darum, ihn täglich aktuell zu halten.
Die drei Zustände
Üblich sind drei Leistungsarten je Einheit: die Abreisereinigung nach dem Check-out, die Zwischenreinigung während eines laufenden Aufenthalts und die Bleibereinigung mit reduziertem Umfang. Jede hat eine eigene Sollzeit, und jede entsteht aus einem anderen Ereignis im Buchungssystem.
Was aus dem System kommen muss
Damit die Planung funktioniert, braucht sie drei Angaben tagesaktuell: welche Einheiten heute abreisen, welche neu belegt werden und welche Einheit nach der Reinigung wieder freigegeben ist. Die ersten beiden liefert das Property-Management-System, die dritte muss zurückgemeldet werden — sonst ruft die Rezeption an.
Warum Handübertragung nicht trägt
Der klassische Ablauf ist, dass jemand morgens die Abreiseliste ausdruckt und von Hand in die Reinigungsplanung überträgt. Das funktioniert, solange nichts dazwischenkommt. Eine kurzfristige Stornierung, eine Verlängerung oder ein Late Check-out macht die Übertragung wertlos — und die Kraft fährt zu einer Einheit, die noch belegt ist.


