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Glossar

Unterhaltsreinigung

Auch: Laufende Reinigung, Turnusreinigung, Regelreinigung.

Von Aktualisiert 12. September 2026

Definition

Unterhaltsreinigung ist die wiederkehrende Reinigung eines Objekts in einem festen Turnus — Böden, Sanitärbereiche, Oberflächen und Abfallentsorgung — mit dem Ziel, den Gebrauchszustand zu erhalten. Sie ist die mengenmäßig größte Leistungsart im Gebäudereiniger-Handwerk und wird in aller Regel als Festpreis je Monat vereinbart.

Die Unterhaltsreinigung ist das Tagesgeschäft: Sie läuft täglich, mehrmals wöchentlich oder wöchentlich, sie folgt einem festen Plan, und sie wird pauschal abgerechnet. Genau diese drei Eigenschaften machen sie kalkulatorisch anspruchsvoller als jede Sonderleistung.

Was dazugehört

Der Umfang steht nicht im Gesetz, sondern im Leistungsverzeichnis. Üblich sind Bodenreinigung je nach Belag, Sanitärreinigung einschließlich Verbrauchsmaterial, Reinigung von Oberflächen in Griffhöhe, Abfallentsorgung und Glasflächen im Innenbereich bis zu einer vereinbarten Höhe.

Was nicht ausdrücklich aufgeführt ist, ist nicht geschuldet — und was aufgeführt ist, muss erbracht werden, auch wenn es im Einzelfall unsinnig erscheint.

Warum der Turnus über den Preis entscheidet

Der Preis entsteht aus Fläche, Leistungswert und Turnus. Eine Verdopplung des Turnus verdoppelt die Stunden, nicht den Aufwand pro Durchgang. Wer den Turnus im Angebot anders rechnet, als er ihn später fährt, erkennt die Abweichung nur über den Vergleich von Soll- und Iststunden je Objekt.

Der stille Zuwachs

Der typische Verlauf eines Unterhaltsvertrags ist nicht der Preisverfall, sondern der Leistungszuwachs: ein zusätzlicher Raum, ein neuer Bereich, eine Bitte des Hausmeisters, die niemand dokumentiert hat. Nach drei Jahren wird eine Fläche gereinigt, die im Vertrag nie stand — zum Preis von damals.

Nicht verwechseln

Wogegen der Begriff abzugrenzen ist.

Die Unterhaltsreinigung hält einen Zustand, sie stellt ihn nicht her. Alles, was einen verlorenen Zustand zurückholt — Grundreinigung von Bodenbelägen, Entfernen alter Pflegefilme, Bauendreinigung —, ist eine eigene Leistung mit eigener Kalkulation und gehört nicht in den monatlichen Festpreis. Wird sie trotzdem still mit erbracht, entsteht daraus der häufigste Verlustfall im Objektgeschäft.

Weiterlesen

Wo der Begriff eine Rolle spielt.

  • Objektkalkulation: welches Objekt trägt sich, welches nichtWie erkennt ein Reinigungsbetrieb, welches Objekt unrentabel ist?
  • GrundreinigungDie Grundreinigung ist eine turnusferne Intensivreinigung, die einen verlorenen Ausgangszustand wiederherstellt — etwa durch das vollständige Entfernen alter Pflegefilme von einem Bodenbelag und das anschließende Neubeschichten. Sie wird nach Aufwand oder Fläche gesondert beauftragt und ist nicht Teil des monatlichen Festpreises der Unterhaltsreinigung.
  • ReinigungsturnusDer Reinigungsturnus gibt an, wie oft eine Leistung in einem Bereich erbracht wird — üblich als Angabe pro Woche, etwa 5/7 für werktäglich oder 1/7 für einmal wöchentlich. Er ist neben Fläche und Leistungswert einer der drei Faktoren, aus denen die kalkulierte Sollzeit eines Objekts entsteht.
  • LeistungsverzeichnisDas Leistungsverzeichnis, kurz LV, listet für jedes Objekt auf, welche Leistung in welchem Bereich in welchem Turnus zu erbringen ist. Es ist Bestandteil des Reinigungsvertrags und zugleich die Grundlage der Kalkulation: Was nicht im Leistungsverzeichnis steht, ist weder geschuldet noch bezahlt.
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