Glasreinigung wird selten im selben Turnus wie die Unterhaltsreinigung erbracht. Üblich sind zwei bis vier Durchgänge im Jahr, bei Eingangsbereichen und Gastronomie deutlich mehr.
Was den Preis bestimmt
Nicht die Quadratmeterzahl, sondern der Zugang. Eine Fläche, die vom Boden aus mit Stiel erreichbar ist, kostet einen Bruchteil derselben Fläche in acht Metern Höhe, für die eine Hubarbeitsbühne, eine Seilzugangstechnik oder eine Absturzsicherung nötig wird.
Vier Angaben gehören deshalb in jede Kalkulation: Anzahl und Art der Flächen, Höhe, verfügbarer Zugang und ob beidseitig gereinigt wird.
Rahmen und Falze
Der häufigste Streitpunkt ist nicht das Glas, sondern der Rahmen. „Glasreinigung” ohne Zusatz meint fachlich die Glasfläche; Rahmen, Falze und Beschläge sind eine eigene Position mit eigenem Aufwand. Wer sie stillschweigend mitreinigt, arbeitet dauerhaft unter Kalkulation.
Sicherheit ist kein Nebenpunkt
Arbeiten an Glasflächen in Höhe unterliegen den Vorschriften für Arbeiten mit Absturzgefahr. Die dafür nötigen Qualifikationen und Unterweisungen haben eine Gültigkeit — sie gehören mit Ablaufdatum in die Personalakte und nicht in einen Ordner, in dem niemand nachsieht.


