Das Raumbuch entsteht beim Aufmaß und ist danach das einzige Dokument, das die tatsächliche Größe eines Objekts festhält. Es ist zugleich das Dokument, das in kleinen Betrieben am häufigsten fehlt.
Was je Raum erfasst wird
Raumnummer oder Bezeichnung, Raumart (Büro, Sanitär, Verkehrsfläche, Treppenhaus, Lager), Fläche in Quadratmetern, Bodenbelag, Anzahl relevanter Ausstattungsteile wie Waschbecken oder Glastüren, sowie Besonderheiten — Zugangscode, Aufzug, Öffnungszeit.
Warum es der Kraft vor Ort gehört
Ein Raumbuch, das nur im Büro liegt, hilft der Vertretung nicht. Der häufigste Grund für eine Reklamation nach einem Personalwechsel ist nicht mangelnde Sorgfalt, sondern fehlendes Objektwissen: Welcher Raum, welcher Code, welcher Bereich gehört nicht dazu.
Die Grundlage jeder Nachverhandlung
Wer nach einer Tariferhöhung oder einem Leistungszuwachs nachverhandeln will, braucht zwei Zahlen: die Fläche von damals und die Fläche von heute. Beide stehen im Raumbuch — oder nirgends. Ein Gespräch über Preise, das ohne diese Zahlen geführt wird, endet regelmäßig mit dem Hinweis, der Preis sei schließlich vereinbart worden.


